Wangen a/A

Situation Kirchenmauer

Seit geraumer Zeit ist es unübersehbar, dass ein Teil unserer Umgebungsmauer auf der Südseite der Kirche einsturzgefährdet ist. Aus Sicherheitsgründen musste man diesen Teil abstützen und mit einem Zaun sichern. Aber wie konnte es überhaupt zur Schieflage der Mauer an nur dieser Stelle kommen?

Wir haben ein Ingenieurbüro beauftragt, dies abzuklären und das weitere Vorgehen zu erarbeiten. Aufgrund der Corona Situation sind die Arbeiten im Frühling ins Stocken geraten. Nun liegen aber Ergebnisse vor. Aus den Unterlagen geht hervor, dass der grösste Teil der heutigen Kirchenmauer zwischen 1824-26 gebaut wurde im Zusammenhang der letzten (5.) Totalsanierung der Kirche. Zu dieser Zeit ging es dem Kanton Bern in wirtschaftlicher Hinsicht schlecht und man war kaum in der Lage, Material für eine robuste Mauer zu beschaffen. Von einer historisch wertvollen Mauer – wie es die Denkmalpflege darstellt - kann daher kaum die Rede sein.

Interessant ist zudem, dass anlässlich der Kirchenrennovation vor 200 Jahren der archäologische Dienst des Kantons Bern Ausgrabungen im Innern wie auch auf der Aussenseite der Kirche gemacht hat. Auf einem Foto ist ersichtlich, dass genau beim nun schiefen Teil der Mauer bis auf deren Innenseite gegraben wurde. Daher stellen wir uns die Frage, ob diese Ausgrabungen ihren Beitrag dazu geleistet haben, dass Mauer kippen konnte.

Ein derartiger Zusammenhang wird wohl nicht feststellbar sein. Trotzdem werden nun weitere Abklärungen durchgeführt und wir warten gespannt auf die Berichte der einzelnen Fachinstanzen. Sicher ist daher nur: es wird noch eine gewisse Zeit dauern, bis die Mauer wieder restauriert ist. Und: es wird uns so oder so etwas kosten. Gerne informiere ich Sie zu gegebener Zeit über die neuen Erkenntnisse.

Horst Siegenthaler

zurück